Die Levante als geographische und historische Region in Vorderasien
Übersicht
Das Konzept der Levante, auch bekannt als Ostmeer oder östliches Mittelmeer, umfasst eine breite Region in Südwestasien und Nordafrika. Die Definition und Abgrenzung dieser Region variieren je nach geographischer Perspektive oder historischem Kontext. In diesem Artikel wird die Levante aus ihrer geografischen und historischen Dimension heraus analysiert.
Geografische Dimension
Die Levante reicht von der westlichen Grenze des Nahen Ostens im Irak über Syrien, Libanon und Israel bis zur ägyptischen Sinai-Halbinsel am nördlichen Roten Meer. Im Osten grenzt sie an die arabischen Staaten Saudi-Arabien, https://levantcasino.com.de Jordanien und Palästina sowie den Jemen. Die Region ist geprägt durch eine Vielfalt von Landschaftstypen: Küstenregionen mit Dünen, Wüstengebiete, Gebirgszüge wie dem Libanon-Gebirge oder der antike Stadt Antiochia.
Eine weitere wichtige geografische Dimension der Levante ist die maritime Grenze. Hier grenzt sie an das östliche Mittelmeer und die Golfregion mit seinen Hafenmetropolen Beirut, Damaskus und Alexandrien. Dieser Bereich spielte seit Jahrhunderten eine zentrale Rolle in den Handelsbeziehungen zwischen der Levante und dem westlichen Mittelmeerraum.
Historische Dimension
Die historischen Wurzeln der Levante sind tiefgreifend mit antiker Zeit und alten Kulturen verbunden. Zu Beginn des ersten Jahrtausends v. Chr. wurden große Regionen von den Phöniziern, einem altorientalischen Volk, besiedelt und erforscht. Später gründeten Hellenisten wie Alexander dem Großen (336-323 v.Chr.) Städte wie Antiochia an der Orontes in Syrien oder Berytus im heutigen Beirut.
Im antiken Mittelalter spielten die Römer eine dominante Rolle, indem sie den gesamten Nahen Osten eroberten und zu einem einzigen Staatsgebilde formierten. Dieser Prozess führte zur Erschließung des Gebiets für das griechisch-römische Reich.
Mit dem Niedergang der römischen Welt brach die arabische Expansion in diese Region ein, was von den Muslimen ab 632 begonnen wurde und bis ins 12. Jahrhundert andauerte. Die islamische Herrschaft brachte eine bedeutende kulturelle Blüte hervor und machte das Gebiet zu einem Brennpunkt zwischen der arabischen und christlichen Welt.
Frühmittelalterliche Zeitalter
Im frühen Mittelalter, im 6.-12. Jahrhundert, erlitt die Levante unter den Byzantinern wie auch dem Osmanschen Reich enorme Zerstörungen infolge von Kriegen und Eroberungszügen. Im Westen verlor das Gebiet an Bedeutung gegenüber anderen Regionen des Mittelmeerraums.
Ab der Zeit um 1200 begann eine Wende mit der Machtübernahme durch die Kreuzzügler, einem Bündnis von christlichen Staaten unter dem Banner Frankreichs. In den folgenden Jahren wurde das Gebiet mehrmals aufgeteilt und politisch neu orientiert.
Frühzeit des Osmanischen Reiches
Im Laufe der 14.-18. Jahrhunderts errang das osmanische Königshaus seine vollständige Kontrolle über die Levante und bestimmte neue historische Epochen: Die Eroberung, Abstimmungen mit den europäischen Staaten (wie Frankreich und England) führten zur Teilung der Region.
Moderne Ära
In moderner Zeit ist die politische Geschichte der Levante geprägt von drei zentralen Aspekten: Dem Niedergang des Osmanischen Reiches 1918, dem Ausbruch israelischer Unabhängigkeitsbewegungen gegen Araber und Christen (1948), sowie den politisch-ideologischen Konflikten in der Region seit Ende des Kalten Krieges.
Infolgedessen wird die Levante oft von modernen Geographikern als eine Region aufgefasst, an deren Grenzen sich drei Zivilisationssphären treffen: Aramäer mit ihren Wurzeln im heutigen Irak und Syrien; Semiten – arabische Ethnie -, welche heute den größten Teil des Nahen Ostens ausmachen; sowie die Juden (früher auch Phönizier), von denen es nach Jahrhunderten der Vertreibung noch wenige hunderttausend im heutigen Israel angesiedelt sind.
Insgesamt stellt sich die Levante als eine Region dar, an deren geografischen und historischen Aspekten zahlreiche kulturelle Konflikte geschrieben haben.
